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AI-First Leadership

Published on
11 Jan 2022
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Wie dein Unternehmen ROI mit generativer AI erzielt

AI-First Leadership bedeutet, Führungskräfte darauf vorzubereiten, künstliche Intelligenz strategisch und verantwortungsvoll einzusetzen. Es geht nicht nur um technisches Verständnis, sondern vor allem um die Fähigkeit, Teams durch Veränderung zu führen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und ethische Implikationen zu berücksichtigen.

Erfolgreiche AI-First Leader fördern eine Kultur der Innovation, setzen auf kontinuierliches Lernen und integrieren KI so, dass sie den Geschäftswert steigert, ohne Menschlichkeit und Transparenz zu vernachlässigen. Warum ist das wichtig? Weil AI-First-Thinking zu den großen Paradigmenwechseln dieser Zeit zählt. Unternehmen weltweit haben das bereits erkannt und agieren entsprechend.

Einzelinvestitionen in KI- und Cloud-Rechenzentren sind mittlerweile genauso hoch wie die größten Investitionen in Batterie-, Chip- und Automobilwerke. Unternehmen weltweit stecken Milliarden in Generative AI, Automatisierung und digitale Transformation, doch die Resultate sind sehr unterschiedlich. Während einige Unternehmen bereits deutliche Effizienzgewinne, zweistellige Umsatzzuwächse und schnellere Innovationszyklen verzeichnen, sehen andere allerdings kaum greifbare Effekte. Was unterscheidet die Erfolgsgeschichten von den Unternehmen, deren KI-Projekte stagnieren oder scheitern?

Was ist AI-First?

Der Begriff “AI-First” wurde Ende 2025 in dem Strategiepapier “Apply AI Strategy” der Europäischen Kommission veröffentlicht. Eins der Kernprinzipien ist das “AI-First Thinking”. KI soll bei strategischen und politischen Entscheidungen systematisch als potenzielle Lösung berücksichtigt werden, bevor andere Optionen gewählt werden. Wie kann KI wirklich helfen, anstatt erst ganz am Ende eines Prozesses oder nur experimentell eingesetzt zu werden? Dieser Ansatz ist weniger ein technisches Muss als vielmehr eine grundsätzliche Denkweise, die KI als Teil der Lösungsstrategie begreift und nicht nur als gelegentliches Tool.

Laut Erik Brynjolfsson, Professor für Human-Centered AI an der Stanford University, wird sich die Produktivität durch den Einsatz von AI im kommenden Jahrzehnt verdoppeln. Diese Effekte entstehen jedoch nicht durch den bloßen Kauf von Software oder Rechenleistung. Erst wenn Unternehmen Prozesse, Arbeitsweisen und Strukturen gezielt anpassen, entfaltet Generative AI ihren vollen Hebel. Genau dieser Umbruch findet aktuell statt, schneller und tiefgreifender als bei vergangenen Technologiewellen.

Doch oft steht das große “Aber” im Raum. Unternehmen sehen sich vielen Herausforderungen gegenüberstehen, die eine erfolgreiche Einführung von KI zu verhindern scheinen. Zu den größten Hürden gehören:

  • Fehlende Kompetenzen und Akzeptanz im Team
  • Mangelnde Zeit, Ressourcen und Budget
  • Fehlende KI-Strategie und unklarer Use-Case-Fit
  • Datenqualität, Datenzugang und Ergebnisqualität
  • Datenschutz, Compliance und rechtliche Unsicherheit

Wie schaffen Führungskräfte angesichts all dieser kulturellen, technologischen und strukturellen Herausforderungen den pragmatischen und nachhaltigen Umgang mit KI? Nun gilt es, künstliche Intelligenz als wertvolle und vollwertige Technologie zu begreifen, strategisch zu implementieren und pragmatisch einzusetzen. Die folgenden vier Prinzipien des AI Leadership geben zielstrebigen Unternehmen Orientierung.

Prinzip 1: GenAI gehört auf die CEO-Agenda

Unternehmen, die mit Generative AI echten ROI erzielen, verstehen KI nicht als technisches Gadget, sondern als strategisches Mittel zur Zielerreichung. Sie verankern das Thema auf CEO- und Top-Management-Ebene, verfolgen einen klaren AI-First-Ansatz und schaffen eindeutige Verantwortlichkeiten. Ausgangspunkt sind dabei immer die zentralen Business-Ziele: Erst daraus wird abgeleitet, wie KI konkret zur Steigerung von Produktivität, Entscheidungsqualität, Innovationsgeschwindigkeit und Kundenerlebnis beitragen kann, statt isoliert oder rein experimentell eingesetzt zu werden.

Prinzip 2: Skalierbare Use Cases aussuchen

Statt unkoordinierter Ideen, isolierter Proof-of-Concepts oder wirkungsloser Pilotprojekte fokussieren sich erfolgreiche Unternehmen auf wenige, wirtschaftlich starke Use Cases mit klarem Beitrag zu Kostenreduktion, Umsatzsteigerung oder Qualitätsverbesserung. Besonders großes Potenzial liegt seit Kurzem dabei in der Optimierung bestehender, qualitativ geprägter Prozesse, etwa dort, wo es um Text, Kontext und fallbasierte Entscheidungen geht und klassische Automatisierung bislang an ihre Grenzen stieß. Business, Fachbereiche, IT sowie Data- und AI-Teams arbeiten eng zusammen, um diese Use Cases nicht nur technisch umsetzbar, sondern auch fachlich relevant und skalierbar zu gestalten. So entsteht schrittweise ein AI-Portfolio mit messbarem Business Impact.

Case Study – KI‑Chatbot im Kundenservice

Das ERP‑Unternehmen microtech hat gemeinsam mit taod einen KI‑gestützten Chatbot für den Kundenservice eingeführt. Aufbauend auf einer umfangreichen dezentralen Wissensbasis (Hilfeseiten & Support‑Tickets) beantwortet der Chatbot Standardanfragen automatisiert und ist rund um die Uhr verfügbar. Dadurch werden Support‑Teams entlastet, Mitarbeitende können sich auf komplexe Fälle konzentrieren und die Kundenzufriedenheit steigt spürbar. Gleichzeitig sinken Servicekosten und Bearbeitungszeiten, bei gleichzeitig höherer Effizienz und 24/7‑Erreichbarkeit.

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Prinzip 3: Gemeinsame AI-Plattformen statt isolierter Lösungen aufbauen

Statt für jeden Anwendungsfall eigene Modelle, Pipelines und Integrationen neu aufzusetzen, bauen führende Unternehmen zentrale KI-Plattformen auf. Sie bündeln dort Datenzugriffe, Security- und Compliance-Standards, Monitoring sowie Deployment-Prozesse und stellen diese als wiederverwendbare Services bereit. Das senkt die Kosten pro Use Case spürbar und verkürzt die Time-to-Market deutlich. Gleichzeitig lassen sich neue AI-Lösungen modular auf bestehender Infrastruktur aufbauen. Das steigert den ROI und vereinfacht Betrieb, Wartung und Governance erheblich.

Prinzip 4: Mehr investieren, aber vor allem intelligenter messen

Unternehmen, die mit Generative AI echten Mehrwert erzielen, investieren nicht einfach viel Geld, sondern sie investieren gezielt. Jede Entscheidung wird an den zentralen Unternehmenszielen ausgerichtet und Erfolg wird nicht nur an einer Kennzahl gemessen. Generative AI steigert gleichzeitig die Effizienz, indem sie Prozesse automatisiert und Zeit spart. Sie kann den Umsatz erhöhen, etwa durch bessere Conversion oder datenbasiertes Cross-Selling. Sie verbessert die Qualität, reduziert Fehler und sorgt für ein besseres Kundenerlebnis. Gleichzeitig hilft sie, Risiken zu minimieren und Compliance-Anforderungen zu erfüllen, zum Beispiel durch präzisere Prognosen und automatische Audits. Und nicht zuletzt beschleunigt sie Innovation, weil neue Ideen und Lösungen schneller umgesetzt werden können.

Wie wende ich die AI-Leadership-Prinzipien an?

Und wie erziele ich mit AI echten ROI? Es geht darum, KI gezielt einzusetzen, klare Ziele zu verfolgen und den Nutzen messbar zu machen. Nicht jede Idee oder jeder Pilot bringt Mehrwert. Es gilt, die Projekte auszuwählen, die wirklich Kosten senken, Umsatz steigern, Prozesse verbessern oder Innovation beschleunigen. Wenn man dann die richtigen Daten, die passenden Tools und ein smartes Team kombiniert, entstehen KI-Anwendungen, die wirklich etwas bewegen und nicht nur auf dem Papier gut aussehen.

Führende Unternehmen behandeln GenAI als Business Transformation und nicht als Technologieprojekt. Sie erzielen heute echten ROI mit Generative AI und haben eines gemeinsam: Sie sehen KI nicht als Trend, Experiment oder kurzfristiges Tool, sondern als Wachstumsmotor und Teil ihrer langfristigen Unternehmensstrategie.

In Kürze: Prinzipien des AI Leadership

1. GenAI auf höchster Führungsebene verankern

2. Auf wenige, wirtschaftlich starke Use Cases fokussieren, die echte Wertschöpfung bringen

3. Skalierbare AI-Plattformen bauen, statt isolierter Pilotprojekte

4. Bewusst investieren und differenziert messen, statt nur kurzfristige Effekte zu betrachten

Als Führungskraft gilt es, sich diese Themen zu eigen zu machen, zu leben und voranzutreiben. Das steigert die Bereitschaft der Belegschaft, KI als Chance zu begreifen und den Paradigmenwechsel aktiv mitzugestalten. Wer die oben genannten vier Prinzipien konsequent verfolgt, schafft nicht nur Effizienzgewinne, sondern entwickelt nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

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